CBD - Wirkung, Herkunft und Anwendung!


Was ist CBD?

CBD, auch Cannabidiol genannt, ist ein Wirkstoff der Cannabis-Pflanze, der im Unterschied zum psychoaktiven THC in Österreich völlig legal ist. Zur Gewinnung werden Sorten gezüchtet, deren CBD-Gehalt hoch ist, während der THC-Wert sehr gering bleibt. CBD-Öl ist also ein rauschfreies Heilmittel mit vielen positiven Wirkungen, das aus den Blättern und Blüten der Hanfpflanze gewonnen wird.

Wie alle Heilpflanzen punktet auch Cannabis mit über 500 bekannten Wirkstoffen: 85 verschiedene Cannabinoide, zahlreiche ätherische Öle (Terpene), Aminosäuren, Proteine, Vitamine und Fettsäuren. Cannabinoide finden sich zwar in vielen Pflanzen wieder, hauptsächlich jedoch in der Hanfpflanze.

Die Sorten aus denen CBD-Öl gewonnen wird, werden auch als Nutz Hanf bezeichnet. Dieser hat noch diverse andere Einsatzmöglichkeiten, von denen wir später noch hören werden.

Davon abgesehen macht die Tatsache, dass die Hanfpflanze sehr rasch wächst, wenig anfällig für Schädlinge ist (wodurch der Einsatz von Pestiziden kaum notwendig ist), sie zu einem ressourcenschonenden, wassersparenden, nachhaltigen und höchst wertvollen Rohstoff. Versiegelte oder verhärtete Böden lassen sich mit Hanfpflanzen durch ihre tiefgehenden Wurzeln wieder beleben, verbessern und säubern.

Wie und vor allem Warum wirkt es?

Das Geheimnis der vielfältigen Wirkung von CBD-Öl liegt im Einfluss auf das Endocannabinoide System des Körpers. Unsere Hunde haben vermutlich dasselbe Endocannabinoide System, daher ist die Wirkung auf unsere Hunde identisch. Das Endocannabinoide System ist ein im ganzen Körper verteilter Teil des Nervensystems, welches durch zwei Zellrezeptoren, die sogenannten CB1- und CB2-Rezeptoren, charakterisiert wird. An diese docken Agonisten an, was man sich wie ein Schloss-und-Schlüssel-Prinzip vorstellen kann.

Bindet sich ein Agonist an einen Zellrezeptor, wird ein Signal an die Körperzelle weitergeleitet. Man unterscheidet Agonisten, die der Körper selbst produziert (Endocannabinoide) von solchen, die der Körper über die Nahrung, Schleimhäute oder Lungen aufnimmt (exogene Cannabinoide). Das Cannabinoid CBD zählt zu den exogenen Cannabinoiden. CBD hat eine hochentwickelte Eignung, sich an diese vorhandenen Cannabinoid-Rezeptoren CB-1 und CB-2 zu binden und dadurch Einfluss auf das Nervensystem zu nehmen.

CBD kann auf diese Weise Grundfunktionen im Körper wie z.B. Stimmung, Appetit, Schlaf und Schmerz beeinflussen.

Bei folgenden Erkrankungen unserer Hunde wurden bereits positive Wirkungen beschrieben - oft sind es die belastenden Symptome, die CBD mildert und somit die Lebensqualität wieder erhöhen kann.

  • Infektionen

  • Offene Wunden

  • Problemen mit der Verdauung

  • Angst: CBD kann bei allen Angstzuständen, egal ob chronisch oder akut verwendet werden. Es kann schnell wirken, wenn es direkt in den Mund gegeben wird, wenn der Hund unter Stress steht. Es funktioniert in der Regel innerhalb von 5 bis 20 Minuten. Allerdings scheint CBD bei Angstzuständen über einen längeren Zeitraum am vorteilhaftesten zu sein. Wenn der Hund also anfällig für Stress ist, kann eine tägliche Dosis am besten sein.

  • Epilepsie: CBD kann die Häufigkeit und Schwere von Anfällen reduzieren, da es mit dem Endocannabinoidsystem interagiert. Es wird angenommen, dass Anfälle durch abnormale elektrische Ladungen der Neuronen im Nervensystem verursacht werden.

  • Altersschwäche

  • Allergien: Allergien und Hauterkrankungen nehmen bei Hunden zu. Und sie sind schwer zu behandeln. Das Endocannabinoid-System ist auch in der Haut zu finden, was gute Nachrichten für Hunde mit Allergien sind. CBD kann helfen, trockene und juckende Haut zu lindern. Darüber hinaus kann es das Wachstum neuer gesunder Hautzellen fördern.

  • Arthritis

  • Hüft- und Ellbogendysplasie

  • Verstauchungen

  • Dehnungen Bänderriss (CCL)

  • Nach einer Operation

Die aufgezählten Leiden sind die am häufigsten vorkommenden, doch Forscher gehen davon aus, dass es durchaus noch weitere Gebiete gibt, in denen der Einsatz von Cannabidiol positive Ergebnisse erzielen könnte. Leider steckt die Wissenschaft hier noch in den Kinderschuhen, doch in absehbarer Zeit werden mit Sicherheit noch viele Studien1 zu dem Thema durchgeführt werden.

Allerdings sollte auch beachtet werden, dass CBD kein Wundermittel ist! Es kann nicht sämtliche Beschwerden von heute auf morgen verschwinden lassen. Es sollte eher als Ergänzung zu einer gesunden Ernährung und einem vitalen Lebensstil dienen. Es verfügt über weitere gesunde Inhaltsstoffe und kann durchaus hilfreich gegen viele Leiden sein - allerdings hat die Wirkung gewisse Grenzen. Umso wichtiger ist es daher, beim Kauf immer auf die Qualität der Produkte zu achten. Nur hochwertige Präparate können die positiven Effekte hervorrufen.

Außerdem ersetzt es nicht den Besuch beim Tierarzt! Wenn Medikamente verabreicht werden müssen, dann ist immer Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt zu halten. Es dürfen auf gar keinen Fall Medikamente einfach abgesetzt werden!

Hat Cannabidiol auch Nebenwirkungen?

Es stimmt nicht ganz, dass CBD keine Nebenwirkungen auslösen kann. "High" kann der Hund auf gar keinen Fall werden, da ja kein psychoaktives THC enthalten ist. Es kann aber dennoch zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Trockener Mund: Untersuchungen haben gezeigt, dass CBD die Speichelproduktion verringern kann.

  • Niedrigerer Blutdruck: Es ist bekannt, dass hohe Dosen von CBD einen vorübergehenden Abfall des Blutdrucks verursachen. Auch wenn die Dosis eher gering ist, kann er ein kurzes Gefühl der Benommenheit erzeugen.

  • Schläfrigkeit: Hundebesitzer haben CBD zur Behandlung von Angstzuständen eingesetzt. Die beruhigende Wirkung von CBD kann auch zu leichter Schläfrigkeit führen, insbesondere bei höheren Dosen.

Bei trächtigen Hündinnen bitte auf CBD verzichten, da sich die enthaltenen Proteine negativ auf die Funktion der Plazenta auswirken können!

Wie sollte ich CBD für meinen Hund dosieren?

Als Richtwert kann man mit 2 Tropfen einer 5%-Lösung pro 5kg Körpergewicht des Hundes rechnen. Die Verabreichung erfolgt 1mal täglich, am besten direkt auf die Mundschleimhaut. Idealerweise beginnt man mit einem Tropfen und arbeitet sich langsam nach oben, immer den Hund im Auge, ob und welche Veränderungen eintreten.

Eine Überdosierung ist nicht möglich, im schlimmsten Fall bekommt der Hund Durchfall.

Wir wird CBD hergestellt?

CBD wird aus der Hanfpflanze gewonnen, entweder durch die Lösungsmittelextraktion oder durch die CO2-Extraktion.

Lösungsmittelextraktion: Lösungsmittel werden verwendet um CBD aus der Hanfpflanze zu lösen. Diese Lösungsmittel können natürlich sein, müssen aber nicht…Außerdem können sie Rückstände im CBD Öl hinterlassen.

CO2-Extraktion: Hier wird Kohlendioxid genutzt um das CBD aus der Pflanze zu extrahieren. Hier bleiben keine Rückstände zurück und die CBD Konzentration ist höher!

Was bedeutet Vollspektrum CBD?

Es gibt verschiedene Cannabinoide. Neben dem CBD gibt es noch CBC, CBN, CBG und CBA. Außerdem können auch noch andere Öle (Terpene) enthalten sein und eine geringe Menge an THC (weniger als 0,3%). Man geht davon aus, dass das durch das volle Spektrum eine bessere Wirkung erzielt werden kann.

Warum ist das CBD-Öl so teuer bzw. kann ich es auch günstiger kaufen?

Hier gilt - hochwertiges CBD ist teuer! Je besser die Zutaten und die Herstellungsvariante desto teurer ist das CBD!

Wann tritt eine Wirkung ein?

Einer der großen Vorteile von CBD ist, wie schnell es funktioniert! Wenn CBD oral eingenommen wird, kann es innerhalb von 30 bis 90 Minuten mit der Arbeit beginnen. Bei einer Verabreichung direkt auf die Maulschleimhaut tritt die Wirkung in 5 bis 20 Minuten ein.

Ist CBD eine Erfindung der Neuzeit?

Nein, das ganz sicher nicht! Man muss schon sehr weit in der Geschichte zurückgehen um die erste Verwendung von Hanf zu finden! Schon im 3. Jahrtausend vor Christus wird sie als Heilpflanze in chinesischen Schriften erwähnt. Die antiken Griechen stellten bereits Kleidung aus Hanf her. In Werken von römischen Gelehrten fand man Vermerke, dass Hanfsamen schmerzlindernd wirkten.

Da Hanf sehr widerstandsfähig ist gewann er im Mittelalter für die Seefahrt zunehmend an Bedeutung. Es wurden Seile, Taue und Segel daraus gemacht. Durch die Seefahrt begann auch der Welthandel mit Produkten aus Hanf.

Ab dem 13. Jahrhundert wurde Hanf auch für die Papierherstellung und somit für den Buchdruck verwendet. So wurden z.B. die Gutenberg-Bibel (1455) und die amerikanische Unabhängigkeitserklärung (1776) auf Hanfpapier gedruckt. Auch Rembrandt verwendete für sein erstes Ölgemälde eine Hanfleinwand.

Ab 1900 wurde der Hanf als Nutzpflanze dann von anderen Dingen wie z.B. der Kunstfaser verdrängt. Außerdem begann sich der Ruf des Hanfes durch die missbräuchliche Verwendung des THC -Gehaltes zu verschlechtern und schließlich wurde er - ausgehend von Amerika - ab 1937 komplett verboten.

Während des zweien Weltkrieges erlebte der Hanf in Deutschland als schnellwachsende und ressourcenschonende Nutzpflanze wieder einen Aufschwung. Danach verschwanden die weltweiten Anbauflächen jedoch fast völlig und die Hippiebewegung, die mit den psychoaktiven Substanzen herumexperimentierte, brachte dann den Hanf völlig in Verruf, bis er fast überall verboten wurde.

Seit den 1990ern findet jedoch wieder ein Umdenken statt und in vielen Ländern wurde das Anbauverbot aufgehoben. 2002 gab die Europäische Union rund 50 Nutzhanfsorten zum Anbau frei, die somit legal angebaut werden dürfen.

Mittlerweile wird der Hanf wieder als Rohstoff geschätzt.

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Studien zu CBD-Öl:

Eine sehr übersichtliche Studie zu CBD findet man beim Deutschen Ärzteblatt. https://www.aerzteblatt.de/archiv/127598/Das-therapeutische-Potenzial-von-Cannabis-und-Cannabinoiden

Eine Zusammenfassung aktueller Studien zu CBD bietet dieser Artikel. https://www.leafly.de/cbd-aktueller-stand-studien/

Eine detaillierte Auflistung wissenschaftlicher Studien bietet die International Association for Cannabinoid Medicine. https://www.cannabis-med.org/index.php?vt=cbd&lng=de&tpl=search&s_site=on&s_iacm=on&s_can=on&s_journal=on&s_def=on&s_faq=on&Suchen=Suche

Weitere Studien: https://cbd360.de/ratgeber/studien/


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