Welpen richtig barfen!

Bei diesem Thema scheiden sich die Geister und es gilt sich folgende Fragen zu stellen:

· Sollten Welpen überhaupt gebarft werden?

· Kann etwas falsch gemacht werden?


Fakt ist, dass das erste Jahr in vielerlei Hinsicht sehr wichtig für die richtige Entwicklung des Hundes ist. Wenn in der Wachstumsphase die falschen Zutaten, oder die richtigen Zutaten in der falschen Menge oder Zusammensetzung gefüttert werden, riskieren wir gesundheitliche Schäden durch Mangel- oder Überschusserscheinungen. Daher ist es in der Wachstumsphase essenziell auf die richtige Fütterung des Hundes zu achten und das Futter auf die individuellen Bedürfnisse einzustellen.


Grundsätzlich ist Barfen als Beifütterung ab der 4.-5. Lebenswoche möglich. Davor werden die Welpen ausschließlich von der Mutterhündin gesäugt.

In erster Linie sollten leicht verdauliche, proteinreiche und hochwertige Lebensmittel verwendet werden, die in kleinen Portionen mehrmals am Tag gefüttert werden – idealerweise zu Brei püriert. Nach und nach können den Welpen zunehmend festere Mahlzeiten angeboten werden.


So kann eine Beifütterung aussehen:

Faschiertes vom Huhn, Pute, Kaninchen, Ziege, püriertes Gemüse (z.B. Karotten) mit Lachs- oder Hanföl.

Leinöl bitte erst ab dem 3. Lebensmonat verfüttern, da Welpen die enthaltene Linolsäure in der bei Leinöl enthaltenen Menge noch nicht verdauen können.

Bei Welpen, die nur schlecht zunehmen, kann zusätzlich beispielsweise etwas gekochter Reis untergemischt werden. Auch ein Brei aus Ziegenmilch und Hirse hat sich bewährt.


Mit Begin der 6./7. Lebenswoche sollte die Entwöhnung von der Hündin ganz abgeschlossen und die Milchzähne im Anmarsch sein. Das heißt, ab dieser Zeit können bereits rohe, fleischige Knochen (gewolft) für die Calciumversorgung, aber auch große, rohe Kalbsknochen für die Zahnpflege und Beschäftigung gefüttert werden. Größere Fleisch- oder Fettstücke sollten entfernt werden. Auch Hühnerfüße, Hühnerflügel und Hühnerhälse sind für die Welpen gut zu kauen und leichtverdaulich.


Lassen Sie bitte Ihren Welpen nie mit Knochen allein, da er sich verschlucken könnte!


Eine Barf-Mahlzeit besteht zu 70 bis 80 Prozent aus Fleisch, Innereien und Knochen, die übrigen 20 bis 30 Prozent aus Obst und Gemüse.


Welpen haben für ihr Knochenwachstum einen besonders hohen Kalziumbedarf.

Knochen und Knorpel sind hierfür in der Fütterung sinnvoll. Allerdings können Welpen mit ihren Milchzähnen ganze Knochen oder Knorpelstücke noch nicht so gut zerbeißen. Stattdessen kann dem Futter Knochenmehl oder ähnliches zugesetzt werden. Wenn Sie unsicher sind, welche Zusätze Ihr Welpe bei der Frischfleischfütterung braucht, erkundigen Sie sich bei einem professionellen Ernährungsberater bzw. einer professionellen Ernährungsberaterin.


Was sind die 2 häufigsten Fütterungsfehler im Wachstum?

· Zu viel Calcium

· Überfütterung


Was ist die Folge von Fütterungsfehlern im Wachstum?

Die o.g. Fütterungsfehler führen zu einem zu schnellen Wachstum, dass zu Knochen und Gelenksfehlbildungen führen kann. Bei wachsenden Hunden wird die gesamte Energie in das Wachstum gesteckt. Das heißt, wenn ein Welpe zu viel Energie durch das Welpenfutter bekommt, nimmt er nicht zu, sondern er wächst einfach schneller. Durch ein zu schnelles Wachstum können die noch nicht ausreichend mineralisierten Knochen kaum tragen - sie verbiegen sich.

Das sind die Gründe, warum die Welpenfütterung nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte!


Wie groß soll die Futtermenge sein?

Aufgrund des erhöhten Energiebedarfs im Wachstum, sollte die Futtermenge bei Welpen zwischen 4-6%, in Ausnahmen auch bei bis zu 10% des Körpergewichts des Hundes liegen. Da die Welpen sehr schnell wachsen, muss der Futterplan in kurzen regelmäßigen Abständen angepasst werden.


Wie oft sollte ein Welpe gefüttert werden?

Der Welpe befindet sich noch im Wachstum und braucht deshalb ausreichend Nährstoffe und Vitamine. Du kannst ihm mehrmals am Tag kleinere Portionen verabreichen. Vorstellbar wären etwa 5 Mahlzeiten pro Tag und im späteren Verlauf etwa 3-4 Rationen.


Fazit: Natürlich ist es möglich Welpen zu barfen, jedoch muss hier wirklich auf Ausgewogenheit geachtet werden, da gesundheitliche Schäden, die durch eine falsche Fütterung im Wachstum entstehen irreparabel sind und wir damit unserem Hund sehr schaden können.

Hier macht es Sinn, sich Rat von einer fachkundigen Person zu holen!


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